Tja, jetzt bin ich inzwischen schon seit mehr als 2 Monaten auf dem alten Kontinent.
Am 27. Oktober (Donnerstag) sind wir in Frankfurt angekommen und wurden sehr herzlich von der Familie empfangen. Ein unglaubliches Glücksgefühl, wieder zurück zu sein. Und alles ist genau so, wie man es in Erinnerung hat. Genau darauf habe ich mich gefreut und auch ein bisschen Angst gehabt, dass alles anders ist oder es sich komisch anfühlt, in Deutschland zu sein. Das ist aber überhaupt nicht eingetreten, vom ersten Augenblick bis zu diesem Moment habe ich es noch nicht eine Sekunde bereut, zurück gekommen zu sein. Hier fühle ich mich zu Hause, und dieses Gefühl kann nichts ersetzen.
Die Tage von Donnerstag bis Sonntag haben wir vollauf genossen, gemeinsam mit der Familie gegessen, unsere Sachen ausgeräumt, gewaschen und dann schon wieder die Koffer gepackt.
Am 1. November ging nämlich unser neues Leben in Holland los!
In der ersten Zeit konnten wir bei Mario in Rotterdam unterkommen, er wohnte dort in einer WG und hat mich auch in den Job eingearbeitet. Ich arbeite jetzt in dem peruanischen Unternehmen "Camposol", welches Spargel, Trauben, Mango, Avocado, Mandarinen und in der Zukunft noch weitere Früchte in Europa vertreibt. Da der Hauptsitz in Lima ist, ist hier in Holland nur ein kleines Vertriebsbüro, wo wir im Moment 4 Leute sind mit mir: Mein Chef Sergio, Isha, die Verwaltungsangestellte und im Moment Patricia, die befristet aushilft mit den Verwaltungsaufgaben.
Meine Aufgabe ist der Verkauf und der ständige Kontakt mit den Kunden, aber auch mit der Produktion in Peru. Alles sehr spannend und vom ersten Moment sehr interessant für mich, so dass ich stets mit Feuereifer an der Sache bin. In der ersten Zeit hat Marco Wohnungen gesucht, was sich als ziemlich schwierig herausgestellt hat, da der Wohnungsmarkt in der Region Rotterdam-Den Haag absolut sehr wenig zu bieten hat, vor Allem zum Mieten. Die Leute kaufen hier Wohnungen, aber zu mieten ist schwierig. Wenn, dann nur WG-Zimmer. Naja, innerhalb von 2 Wochen haben wir etwas gefunden und konnten dann auch direkt einziehen. Da hatten wir nur jeder einen Koffer dabei, aber die Wohnung ist möbliert, von daher mussten wir keine größeren Anschaffungen machen.
Direkt in der ersten Woche war dann auch meine Absolventenfeier in Münster, wo wir CALA-Studenten unseren Bachelor-Abschluss gefeiert haben.
Auch meine Eltern waren dabei, was mich sehr gefreut hat. Schon ein besonderer Moment, wenn man merkt, dass man sein Studium wirklich erfolgreich abgeschlossen hat. Und dabei dann auch noch die wichtigsten Menschen um einen herum, um das zu feiern. Unvergleichlich.
Am nächsten Tag war der 50. Geburtstag meines Onkels in Neckarhausen, wo ich dann ihn, meine Tante und meine Cousinen nach 2,5 Jahren wieder gesehen habe. Schöner Abend auf jeden Fall, mit richtig gutdeutschem Essen. Herrlich!
Und dann wieder zurück nach Holland, diesmal mit dem Auto. Über die deutschen Autobahnen zu düsen macht richtig Launen. Aber zuerst musste ich mich auch erstmal wieder daran gewöhnen, weil ich so lange nicht selbst gefahren bin. In der Woche, wo wir es zur Verfügungen hatten, hat es uns sehr gute Dienste getan für die diversen Wohnungsbesichtigungen. Den Haag und Rotterdam sind, ähnlich wie HD & MA, 25 km voneinander entfernt. Und genau in der Mitte liegt mein Arbeitsplatz, in einem Industriegebiet des kleinen Dörfchens Maasdijk.
Freitag, 6. Januar 2012
Montag, 7. November 2011
Rio in Bildern
Der Ausblick von unserem Hostel war schonmal das Beste. Auf der großen Terrasse, direkt über der Copacabana haben wir gefrühstückt und abends den Vollmond beobachtet, wie er sich im Meer spiegelt. Einfach traumhaft. Und am ersten Tag wurden wir direkt mit einer Fliegershow begrüßt. Die Flugzeuge haben verschiedene Piroutten und Loopings gedreht, sind auf dem Kopf in Formation geflogen und haben mit den Kondensationsstreifen Bilder in den Himmel gemalt (ein Herz, den Zuckerhut, etc.). Ein einmaliges Erlebnis.

Da wir direkt an der Copacabana gewohnt haben, konnten wir so den Strand gut erkunden und haben uns auch gleich den ersten Sonnenbrand geholt. Das Meer ist ganz schön kalt für Atlantik und die Wellen auch recht hoch. Richtig schwimmen konnte man nicht. Aber die Stimmung ist natürlich einmalig, die Brasilianer sind einfach immer gut drauf. Der Strand von Ipanema ist sogar noch besser, dort wurde ein Surf-Wettbewerb abgehalten und demnach war einiges los. Überall wird frisches Kokosnusswasser zur Abkühlung verkauft. Ich habe es mir natürlich auch schmecken lassen und das Urlaubs- und Strandfeeling absolut genossen.
Neben dem Kokoswasser habe ich auch andere brasilianische Spezialitäten kosten dürfen: Açai, eine besondere Beere (meine Natura-Lieblingscreme wird auch daraus hergestellt), frischen Maracuya-Saft auf der Straße, Rohrzuckersaft frisch gepresst mit Eis, hausgemachte Limonade, Caipirinha und die diversen brasilianischen Gerichte, die wir bei den verschiedenen Buffett-Restaurants ausprobiert haben. Sehr praktisch, diese Art, zu essen, vorallem für Touristen. Alles in Allem kann man sagen, dass Brasilien ein angenehmes Reiseland ist, mit guter Infrastruktur und effizientem Transportsystem.

Die perfekten 3 Tage in Rio wurden mit einem Besuch zum Christo Redentor auf dem Corcovado-Berg abgeschlossen, ebenfalls ein einmaliges Erlebnis. Die Aussicht von da oben über eine der größten Städte der Welt und die besten Strände der Welt ist wirklich beeindruckend. Die Statue im Abendlicht zu bestauen, ist ebenfalls ein ganz besonderer Anblick. Wir waren auch sehr spät dort und deswegen relativ einsam dort oben, da der größte Touristenansturm bereits abgeebbt war.
Nach dem Besuch auf dem Berg haben wir uns ins Szene-Viertel Lapa begeben, um ein zünftiges Rio-Abschiedsessen zu genießen. Die Suche war auch recht erfolgreich und wir haben viel vom Leben der Cariocas mitbekommen und die Stadt hat uns ganz in ihren Bann gezogen. Es war einfach herrlich dort!
Leider musste auch der schönste Urlaub vorbei gehen, und ging es nach ausgiebigem Kofferpacken und sehr wenig Schlaf zum Flughafen. In Salvador de Bahia haben wir die Zwischenlandung genutzt, bevor es über den großen Teich wieder nach Deutschland ging. Der Empfang war sehr herzlich und wir sind glücklich, wieder zurück zu sein und haben viel Enthusiasmus für die Zeit der Eingewöhnung und des Neuanfangs. Der Job in Holland ist gesichert, der entscheidene Anruf kam gerade noch rechtzeitig, bevor wir zum Strand aufgebrochen waren und so ist schon wieder das nächste Ziel vor Augen: Rotterdam, Niederlande.
Da wir direkt an der Copacabana gewohnt haben, konnten wir so den Strand gut erkunden und haben uns auch gleich den ersten Sonnenbrand geholt. Das Meer ist ganz schön kalt für Atlantik und die Wellen auch recht hoch. Richtig schwimmen konnte man nicht. Aber die Stimmung ist natürlich einmalig, die Brasilianer sind einfach immer gut drauf. Der Strand von Ipanema ist sogar noch besser, dort wurde ein Surf-Wettbewerb abgehalten und demnach war einiges los. Überall wird frisches Kokosnusswasser zur Abkühlung verkauft. Ich habe es mir natürlich auch schmecken lassen und das Urlaubs- und Strandfeeling absolut genossen.
Neben dem Kokoswasser habe ich auch andere brasilianische Spezialitäten kosten dürfen: Açai, eine besondere Beere (meine Natura-Lieblingscreme wird auch daraus hergestellt), frischen Maracuya-Saft auf der Straße, Rohrzuckersaft frisch gepresst mit Eis, hausgemachte Limonade, Caipirinha und die diversen brasilianischen Gerichte, die wir bei den verschiedenen Buffett-Restaurants ausprobiert haben. Sehr praktisch, diese Art, zu essen, vorallem für Touristen. Alles in Allem kann man sagen, dass Brasilien ein angenehmes Reiseland ist, mit guter Infrastruktur und effizientem Transportsystem.
Die perfekten 3 Tage in Rio wurden mit einem Besuch zum Christo Redentor auf dem Corcovado-Berg abgeschlossen, ebenfalls ein einmaliges Erlebnis. Die Aussicht von da oben über eine der größten Städte der Welt und die besten Strände der Welt ist wirklich beeindruckend. Die Statue im Abendlicht zu bestauen, ist ebenfalls ein ganz besonderer Anblick. Wir waren auch sehr spät dort und deswegen relativ einsam dort oben, da der größte Touristenansturm bereits abgeebbt war.
| Aussicht vom Christo auf die Lagoa Rodrigo de Freitas |
Montag, 24. Oktober 2011
Rio de Janeiro
Und nun sind sind wir in der "cidade maravilhosa", der wunderbaren Stadt, RIO DE JANEIRO. Das Leben hier ist unglaublich: Sonne, Sommer, Strand, Entspannung. Zum Urlaub machen ist es wirklich perfekt. Uns gefällt es super, wir haben coole Leute kennengelernt, waren hier im Barrio Leme, wo wir wohnen, unterwegs, waren in einer modernen Mall (Konsumismus, wie hab ich dich vermisst in Chile), im Supermarkt, in einer Favela und heute am Strand der Copacabana. Ausserdem haben wir gegrillt, Caipirinha gemacht und die Leute im Hostel kennengelernt. Jeder hat so seine eigene Geschichte zu erzählen.
Donnerstag, 20. Oktober 2011
Es geht los!
Koffer gepackt, verabschiedet, alles bereit für die grosse Reise. Um 6:10 gehts los nach Santiago und von dort aus nach Rio.. Am Sonntagmorgen um 2 Uhr kommen wir an, das Hostel ist reserviert und wir werden erwartet. Endlich Sonne, Strand und Urlaub! Herrlich wirds!
Dienstag, 18. Oktober 2011
Ein Tag in Concepción
Direkt in Rancagua angekommen, traf ich meinen Schwiegervater, der mir sehr lieb ist, sehr müde an, da er einen Umzug hinter sich hat von seinem Arbeitsort in Concepción (da wo das Epizentrum des Erdbebens war) nach Zuhause und nur ein paar Minuten vor uns angekommen ist. Das geliehene Auto musste er am nächsten Tag dort wieder zurückgeben und da ich noch nie in Concepción war, habe ich ihn spontan begleitet. Marco und seine Familie haben ein paar Jahre dort gelebt und 2 seiner Brüder sind dort geboren, so dass öfters mal Geschichten über den Ort erzählt werden und mir so schon seit längerem Neugier gemacht haben, die Stadt kennenzulernen. Und so ergab sich die praktische Möglichkeit, ihn zu begleiten und den Tag für eine Stadtrundfahrt zu nutzen.
Um 7 Uhr morgens sind wir abgefahren am Sonntag und dank der guten Unterhaltung auch gar nicht eingeschlafen. Bei den zwei Kaffeepausen an den Raststätten haben uns ein gutes Frühstück schmecken lassen und den ruhigen Morgen genossen. Seit Längerem hatten wir uns nicht gesehen und da gab es so einiges zu erzählen, vor Allem, weil diese 3 Wochen für uns beide sehr intensiv sind. Und gerade in so einer Umbruchphase wir der unseren geht einem ja so einiges durch den Kopf, was man gerne los wird.
Mein Schwiegervater und ich haben sowieso so eine besondere Verbindung und verstehen uns ausserordentlich gut. Wie den Rest der Familie werde ich Tonin sehr vermissen, wenn wir wieder zurück in Deutschland sind. Denn wer weiss, wann wir uns wiedersehen? So geniessen wir die Tage hier, so gut es gehen, unterhalten uns viel mit der Familie und wollen morgen ein Grillfest auf dem Hügel veranstalten. Ansonsten ist das gemeinsame Mittagessen der Höhepunkt des Tages, wo wir alle versammelt sind und noch lange beieinander sitzen bei einer guten Unterhaltung.


Heute kam auch noch eine sehr schöne Skype-Unterhaltung mit meinen Eltern hinzu, die mir das Herz erwärmt hat und die Vorfreude noch einmal gesteigert hat. In anderthalb Wochen sind wir da!!
Um 7 Uhr morgens sind wir abgefahren am Sonntag und dank der guten Unterhaltung auch gar nicht eingeschlafen. Bei den zwei Kaffeepausen an den Raststätten haben uns ein gutes Frühstück schmecken lassen und den ruhigen Morgen genossen. Seit Längerem hatten wir uns nicht gesehen und da gab es so einiges zu erzählen, vor Allem, weil diese 3 Wochen für uns beide sehr intensiv sind. Und gerade in so einer Umbruchphase wir der unseren geht einem ja so einiges durch den Kopf, was man gerne los wird.
Mein Schwiegervater und ich haben sowieso so eine besondere Verbindung und verstehen uns ausserordentlich gut. Wie den Rest der Familie werde ich Tonin sehr vermissen, wenn wir wieder zurück in Deutschland sind. Denn wer weiss, wann wir uns wiedersehen? So geniessen wir die Tage hier, so gut es gehen, unterhalten uns viel mit der Familie und wollen morgen ein Grillfest auf dem Hügel veranstalten. Ansonsten ist das gemeinsame Mittagessen der Höhepunkt des Tages, wo wir alle versammelt sind und noch lange beieinander sitzen bei einer guten Unterhaltung.
Heute kam auch noch eine sehr schöne Skype-Unterhaltung mit meinen Eltern hinzu, die mir das Herz erwärmt hat und die Vorfreude noch einmal gesteigert hat. In anderthalb Wochen sind wir da!!
Montag, 17. Oktober 2011
Abschied Valdivia
Unser Abschied von Valdivia wurde ein voller Erfolg! Nach schönen Wochen mit Freunden, entspannter, schöner Arbeit, viel gemeinsamer Zeit und einem angenehmen gemeinsamen Alltag, haben wir uns am Freitag von Valdivia verabschiedet. D.h. genauer gesagt, wurden wir verabschiedet. Eigentlich wollten wir gar nichts veranstalten, da wir ja wirklich schon genug Party gemacht haben, arbeiten mussten bis 21 bzw 24 Uhr und noch den letzten Koffer packen mussten, bevor es am Samstag morgen um 12 Uhr los ging. Aber unsere Freunde haben uns alle besucht, im Lokal des Tejazo haben wir erst einen guten Wein getrunken, von Edgardo spendiert und gute Gespräche geführt. Schön, wenn man Freunde gefunden hat, die einem etwas wert sind und wo die Freundschaft andauern wird, auch über die Distanz. Viele gute Erinnerungen und gemeinsame Erlebnisse haben wir Revue passieren lassen und so die schöne Erfahrung verfestigt. Als die Polizei kam, sind wir in den Minimercado umgezogen und konnten dort etwas entfesselter weiterfeiern, mit Musik und Tanz. Und Jägermeister.
Das Abschiedsgeschenk sind 2 Fahnen mit den Widmungen unserer Freunde darauf. Ein wunderschönes, persönliches Geschenk, was uns bestimmt noch lange begleiten wird und uns an die tolle Zeit erinnern wird.
Die Abfahrt am nächsten Morgen ist gut gelaufen, auch wenn sich unsere Mägen ein bisschen gedreht haben beim ersten Anfahren.. Konnten alle Koffer gut unterbringen und haben eine sehr angenehme Fahrt in der Cama-Klasse gehabt. Mit viel schlafen und entspannen gingen die 11 Stunden schnell vorbei und wir wurden von der Familie glücklich willkommen gehiessen. Für 4 Tage bleiben wir hier in Rancagua, bevor es los geht nach Brasilien.
Das Abschiedsgeschenk sind 2 Fahnen mit den Widmungen unserer Freunde darauf. Ein wunderschönes, persönliches Geschenk, was uns bestimmt noch lange begleiten wird und uns an die tolle Zeit erinnern wird.
Die Abfahrt am nächsten Morgen ist gut gelaufen, auch wenn sich unsere Mägen ein bisschen gedreht haben beim ersten Anfahren.. Konnten alle Koffer gut unterbringen und haben eine sehr angenehme Fahrt in der Cama-Klasse gehabt. Mit viel schlafen und entspannen gingen die 11 Stunden schnell vorbei und wir wurden von der Familie glücklich willkommen gehiessen. Für 4 Tage bleiben wir hier in Rancagua, bevor es los geht nach Brasilien.
Sonntag, 9. Oktober 2011
Last month in Valdivia
Der Imbiss "TEJAZO" ist eröffnet. Am Mittwoch gings los, erst die Eröffnung im kleinen Kreis, mit Freunden und Bekannten und ab da dann für das allgemeine Publikum. Alle Kunden sind äusserst begeistert und loben das Essen in den höchsten Tönen. Marco freuts natürlich, auch wenn er darauf vorbereitet war. Er ist in seinem Element und arbeitet jeden Tag mit viel Freude und Enthusiasmus. Das freut mich natürlich wiederum. Endlich ist es soweit, wir haben so lange darauf gewartet. Jetzt muss Marco die Lehrlinge dabei anleiten, in seinem Stil die angebotenen Speisen zuzubereiten. Als Kochlehrer macht er sich auch gut. Alles super also.
So gehts eben mit dem routinierten Leben weiter, ich arbeite nach wie vor im kleinen Laden, jeden Tag von 14-21 Uhr. Morgens kümmere ich mich um diverse Angelegenheiten, die erledigt werden müssen, habe zum Beispiel meinen alten Computer und meine alte Kamera verkauft, Sachen ausgemistet und eine Kiste zusammengestellt mit Dingen, die ich verkaufen will. So gehts weiter, das Zimmer wird leerer. Die Busfahrkarten nach Rio sind inzwischen gekauft und die Flugtickets sind auch in unserem Besitz. Jetzt kann nichts mehr schief gehen. Das Hostal in Rio ist reserviert und hoffentlich klappt das mit dem Shuttle-Bus, da wir um 2 Uhr morgens am Busterminal ankommen.
Ansonsten geniessen wir das Leben in Valdivia, so gut es geht, machen Party, treffen Freunde, ich war noch ein letztes Mal am Strand in Niebla mit einer Freundin, habe Papa rellena gegessen und Empanadas, die Sonne genossen und noch ein letztes Mal die Füsse im Pazifik nass gemacht. So arg kalt war er gar nicht, aber trotzdem fand ich es wahnsinnig, dass Leute da schwimmen gegangen sind. Das Wetter ist beständig kühl, wärmer als 15 Grad wird es kaum. Regen, Wolken und Sonne wechseln sich ab. Also ganz angenehm.
Richtig tanzen waren wir im Rio, unserer neuen Lieblingsdisko, hier ein paar Impressionen. Diese durchgetanzten Nächte zu guter Musik und leckeren Drinks werden mir auf jeden Fall fehlen, die Stimmung hier ist einfach unvergleichlich.
Donnerstag, 29. September 2011
Rio, wir kommen!
Es ist vollbracht! Wir haben unseren Flug nach Deutschland gebucht!
Am 27. Oktober kommen wir an in Frankfurt.
Ansonsten sieht unser Zeitplan aus wie folgt:
Bis zum 15. Oktober: Arbeiten in Valdivia (45 Stunden pro Woche, ohne freie Tage, aber in der Nachmittagsschicht), Freunde treffen, Party machen, richtig verabschieden, packen, etc..
16. Oktober: Fahrt nach Rancagua, bei der Familie sein und verabschieden
20. Oktober: Fahrt nach Rio de Janeiro im Bus (62 Stunden / 120 Euro)
23.-25. Oktober: Rio, Strand, Caipirinha geniessen
26. Oktober, 11:15 Ortszeit: Abflug nach Deutschland, über Salvador de Bahia mit 6 Stunden Aufenthalt dort.
27. Oktober: Ankunft um 9: 25 in Frankfurt
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| Fotos by Saskia Schaus |
Erstes Grillen im Imbiss
Nachdem wir den Mittwoch im Bus nach Valdivia verbracht haben, ging es am nächsten Tag gleich los mit Arbeiten bzw. Bedienen im Riñimarket, also im Tante-Emma-Laden, über dem wir wohnen. Wir sind zurückgekommen, damit Marco den Imbiss eröffnen kann, aber er ist leider immer noch nicht fertig. Für mich war sowieso vorgesehen, im Laden zu arbeiten, aber jetzt begleitet mich Marco auch. Die erste Woche haben wir nur 5 Stunden am Tag gearbeitet, das war sehr entspannend und der Tag geht schneller rum. Ansonsten haben wir ja nichts zu tun.


Ansonsten geht hier auch ziemlich viel Party ab, da wir nachmittags arbeiten und erst um 14 Uhr anfangen, gibts es genügend Möglichkeit, auszuschlafen. Einmal waren wir in der neuen Disko "Epicentro 1960" mit den Jungs. Und am nächsten Tag kamen Freunde zu uns und danach sind wir in die Rio-Bar gegangen, wo Marco und ich Paar-Tanzen gemacht haben und mit unserer Performance sogar gewonnen haben! Eine unvergessliche Nacht auf jeden Fall, wo mir bei einem gewagten Move an der Säule die Hose gerissen ist...
Am Sonntag hat Edgardo zum Fleisch essen in den Imbiss eingeladen. Marco hat natürlich gegrillt. Ich habe Pisco Sour gemacht und danach gings mit Wein weiter. Die engsten Freunden waren mit dabei und durften bei der Einweihung der Friteuse und des Grills dabei sein. Die Pommes sind wirklich gut geworden und haben eine Qualität, die man sonst nicht in Valdivia finden kann.
Auch eine gute Sauce / Pebre gabs dazu.
Alles super und lecker, bis auf ein technisches Problem: Da der Ofen nicht von einem Architekten o.ä. konzipiert wurde, sondern einfach losgebaut wurde, füllt der Rauch des Grills den ganzen Raum d.h. das gesamte Lokal. Da muss also jetzt noch nachgefeilt werden und der Abzug geändert oder neu gebaut werden. Ansonsten ist alles klasse und es ist sehr schön, endlich vor Ort zu sein und die tolle Einrichtung und das Ambiente zu geniessen.
Ansonsten geht hier auch ziemlich viel Party ab, da wir nachmittags arbeiten und erst um 14 Uhr anfangen, gibts es genügend Möglichkeit, auszuschlafen. Einmal waren wir in der neuen Disko "Epicentro 1960" mit den Jungs. Und am nächsten Tag kamen Freunde zu uns und danach sind wir in die Rio-Bar gegangen, wo Marco und ich Paar-Tanzen gemacht haben und mit unserer Performance sogar gewonnen haben! Eine unvergessliche Nacht auf jeden Fall, wo mir bei einem gewagten Move an der Säule die Hose gerissen ist... Donnerstag, 22. September 2011
dieciocho
Die letzte Zeit ging schnell vorbei: Bei Entrelagos habe ich mich verabschiedet, mich dann intensiv um meine Thesis gekümmert und ein paar daran gesessen, um sie herunterzuschreiben. Als dann noch Korrekturen verlangt wurden von einem Professor, musste ich mir noch express-mässig ein neues Thema anlesen und ein paar Seiten ergänzen. Auch dass habe ich zügig hingekriegt. Es gab noch terminliche und kommunikative Schwierigkeiten mit der Uni, weswegen der Termin zur Verteidigung dreimal verschoben wurde. Wir waren ziemlich sauer, weil wir die Bustickets schon gekauft hatten und jedesmal wieder zur Terminal fahren mussten, um sie umzutauschen. Am Ende hat alles gut geklappt, ich habe erfolgreich präsentiert, die eingebundenen Exemplare abgegeben und sofort meine Note bekommen. Somit bin ich jetzt wirklich eine fertige Bachelor-Betriebswirtin. Endlich!
Meine neu errungene Freiheit habe ich auch gleich genutzt und bin direkt nach der Verteidigung in den Bus nach Rancagua gestiegen, wo wir die Woche des 18 de septiembre, des chilenischen Nationalfeiertages, verbracht haben. Dazu gehört das volle Programm mit:
Meine neu errungene Freiheit habe ich auch gleich genutzt und bin direkt nach der Verteidigung in den Bus nach Rancagua gestiegen, wo wir die Woche des 18 de septiembre, des chilenischen Nationalfeiertages, verbracht haben. Dazu gehört das volle Programm mit:
- gemütlichen Stunden im Kreis der Familie
- täglichen gemeinsamen Mittagessen
- Geburtstagsfeier der Oma mit Torte, grossem Familientreffen, Grillen und Wein
- Empanadas selbst machen
- Terremoto (ein Drink namens "Erdbeben") trinken
- Sonne und frühlingshafte Wärme geniessen
- jede Menge Feiern und offiziellen Anlässen zum 201. Jahrestag der chilenischen Unabhängigkeit
- ausgelassener und entspannter Stimmung
Hierzu das passende Video, was unsere Woche in Rancagua in der "Región del Libertador O´Higgins" zusammenfasst.
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